In der ersten Woche der Sommerferien habe ich mit einer Freundin bei der Kletterwoche 2026 teilgenommen. Sie wird jedes Jahr von der Area 34 (ein Jugendzentrum in Kirchlengern) veranstaltet und man trifft sich im Hexenwäldchen an der Erich-Kästner-Gesamtschule in Kirchlengern. In dieser Zeit lernt man, wie man sicher mit Gurt klettern kann und es geht hoch hinaus .
Am ersten Tag haben wir uns alle im Rahmen verschiedener Spiele kennengelernt. Danach wurden uns alle Knoten, die wir zum Sichern brauchten, beigebracht. Am Anfang war das schon echt schwierig, weil die Knoten aus meiner Sicht sehr kompliziert waren. Wir haben auch unsere Gurte und Helme bekommen und als alle einen passenden Gurt hatten, sind wir an einem Schaukelgerüst üben gegangen, uns zu sichern und eine andere Person zu sichern.
Jeder hatte einen Partner und man stand sich gegenüber, in der Mitte war das Schaukelgerüst. Ein Seil wurde zwischen den Partnern über das Gerüst gelegt, eine Person hat sich mit dem gelernten Knoten gesichert und sollte die kletternde Person darstellen. Die andere Person hat das Seil durch einen Smart-Karabiner geführt, dann hat man immer wieder Seil nachgezogen, um Spannung im Seil zu erzeugen. Das haben wir dann oft gemacht und auch Rollen getauscht, danach gab es die Mittagspause.
Als alle fertig waren, durfte jeder einmal klettern, es gab verschiedene Möglichkeiten. Meine Freundin und ich waren in einem Bereich an einem Baum und dort hat uns erstmal ein Teamer erklärt, dass man nicht gesichert wird, sondern sich selbst sichert, denn man hat sich mit einem Karabiner an dem Seil, was vom Baum hing, festgemacht. Man ist in eine Schlaufe gestiegen und dann hat man sich in den Gurt gesetzt, den Knoten mit der Schlaufe leicht aufgemacht und hochgezogen, sich wieder in die Schlaufe gestellt und den Knoten mit dem Karabiner hochgezogen. Anschließend hat man sich wieder in den Gurt gesetzt und die Schlaufe für den Schuh hochgezogen und das alles immer wieder, bis man oben angekommen war. Am Anfang war es etwas schwer zu verstehen, aber mit der Zeit hatten wir den Dreh raus .
Ab dem zweiten Tag ging es hoch hinaus, wir haben jeden Tag viele verschiedene Spiele gespielt und sind geklettert. Mein Lieblingsspiel war ein Teambuilding-Spiel: Jeder hat von uns musste aus dem Keller zwei Colakisten auf den Hof tragen. Das Spiel ging so, dass wir nicht den boden berühren durften,alle Colakisten in Berührung mit uns sein mussten und wir alle von dem Eingang der Schule bis zur Kletterstelle kommen sollten.
An sich hat alles gut geklappt, nur da waren dann auch die Teamer und sie haben uns die ganze Zeit gekitzelt, erschreckt und uns die Kisten weggenommen. Manchmal mussten Kinder so doll lachen, dass sie fast von den Kisten gefallen sind. Alles war für ein neues Kletterelement (jeden Tag ist ein neues dazugekommen), das Kistenklettern: Man stand/hing zwischen zwei Bäumen und war von beiden Seiten am Gurt befestigt und dazu auch von zwei Personen gesichert. Eine andere Person hat dir immer Kisten angereicht, während du sie unter dir gestapelt hast und immer wieder auf die höchste geklettert bist. Es wurde sehr schnell wackelig, ich habe 12 Kisten geschafft und bei meiner Freundin waren es 16 Kisten.Am letzten Tag war dann offenes Klettern, jeder durfte Familie und Freunde mitbringen. Mein Vater und meine Schwester waren da, sie hat den Kletterbaum gewählt (ein großer Baum, an dem man gesichert hochgeklettert ist), mein Vater hat sehr freiwillig den Monkeybaum gewählt (ein Baum, an dem Bouldersteine befestigt waren).
Ich konnte am letzten Tag leider nicht mehr klettern, weil es so voll war.
Am besten haben mir auf jeden Fall das Kistenklettern, die Technik am ersten Tag und der Kletterbaum gefallen. Der Kletterbaum war aber auch sehr hoch und schwer, denn man wusste nie genau, wo lang man soll. Sobald man aber ganz oben angekommen war, konnte man ganz weit schauen, dort hing auch ein Fernglas. Mir hat die Woche sehr viel Spaß gemacht !
von Neva🌷







