Wir haben zwei Lehrer interviewt und einen sogenannten Lehrer-Check gemacht. Für dieses Interview haben wir uns einmal Herrn Grothe und Frau Peselmann ausgesucht.
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| Dies ist eine Zeichnung, die Frau Peselmann von sich selbst gemacht hat, als sie ein Kind war. |
Schülerzeitung: Welches Fach mochten Sie als Schüler am meisten und welches nicht?
Herr Grothe: Ich mochte Sport und Bio, da ich einen tollen Biologielehrer hatte, der mich sehr motiviert hat und gar nicht mochte ich Mathe und Französisch, weil ich da nicht so gut drin war und mich die Lehrer nicht sehr motiviert haben.
Frau Peselmann: Ich mochte Sport, Reli und Latein gerne und Mathe, Naturwisschenschaften und Chemie nicht.
Schülerzeitung: Waren Sie eher ruhig oder der Klassenclown?
Herr Grothe: Ich glaube, was dazwischen, ich war auf jeden Fall nicht ruhig, ich hab auch gerne mal ein bisschen Quatsch mitgemacht, aber dafür dann auch im Unterricht ganz gut mitgemacht, darüber konnte ich mich dann auch immer so ein bisschen in der Gunst der Lehrer retten, weil ich nicht nur gestört habe.
Frau Peselmann: Ich war immer eher ruhig.
Schülerzeitung: Haben Sie selbst mal eine 5 oder 6 geschrieben?
Herr Grothe: Ich glaube in den jüngeren Jahren, ja, und später habe ich dann irgendwann erkannt, dass ich ein bisschen was tun will für die Schule und dann wurden auf jeden Fall wohl die Noten auch besser.
Frau Peselmann: Ja, in der achten Klasse hatte ich Fünfen in Mathe und in der Oberstufe eine 6 in Physik.
Schülerzeitung: Sind Sie manchmal zu spät gekommen?
Herr Grothe: Ich glaube eher nicht, ich war aber auch Buskind und dementsprechend hatte ich gar nicht so die Chance, zu spät zu kommen, weil ich eben ja auf den Bus angewiesen war.
Frau Peselmann: Ja, manchmal in der Oberstufe, aber auch eher selten.
Schülerzeitung: Was war Ihr peinlichster Moment als Lehrkraft?
Herr Grothe: Das war letztes Jahr mit einer achten Klasse, daran wurde ich neulich auch erst noch mal erinnert. Da habe ich im Parcours eine Übung vormachen wollen und die war ein bisschen anspruchsvoller, ich hab es dann selber nicht hingekriegt. Bin dann mit dem Hinterkopf gegen einen Holzkasten geknallt, das hat ganz schön weh getan. So habe ich gemerkt, dass man die Stelle absichern muss und schließlich hat sich auch kein Kind an der Stelle verletzt. Aber ich musste dann weiterreden und wollte das auch so ein bisschen kaschieren und so tun, als würde es nicht so weh tun, aber mir tat das richtig doll weh. Und dann konnte ich mich bei den nächsten Aufgaben auch gar nicht mehr so richtig konzentrieren und als die Kinder dann alleine angefangen haben, zu üben, bin ich das schnell erst mal heimlich ein bisschen kühlen gegangen.
Frau Peselmann: Ich bin vor der ganzen Klasse hingefallen, mit dem Kopf gegen die Tafel, das hat richtig geknallt.
Schülerzeitung: Was ist das Schönste an Ihrem Beruf?
Frau Peselmann: Die Zusammenarbeit mit jungen Menschen und Begegnungen mit ehemaligen Schülern.
Schülerzeitung: Was nervt Sie am meisten im Unterricht?
Herr Grothe: Dieses six-seven Meme, es wird immer gesagt und das ist egal, was ich sage, völlig egal. Es wird immer irgendwie six-seven gesagt, auch wenn ich gar nichts mit Zahlen sage.
Frau Peselmann: Die Ablenkung durch die Ipads.
Schülerzeitung: Was ist ein typischer Schülerspruch, den Sie nicht mehr hören können?
Frau Peselmann: Wenn sich Schüler streiten und ein Schüler sagt: ‚Das hab ich nur zum Spaß gemacht!‘
Schülerzeitung: Was nervt Sie heimlich am meisten bei der Schülerschaft?
Herr Grothe: Ich kann es irgendwo verstehen, weil man als Kind ja nicht so den Plan des Lehrers immer nachvollziehen kann, aber oft merke ich, wenn ich irgendwas erkläre und keiner hört zu und kriegt's nicht hin, dann liegt das nicht unbedingt an meiner Erklärung, sondern dann gehe ich nachher rum und wenn ich das jedem einzeln erkläre, kriegt jeder das hin.
Schülerzeitung: Was wünschen Sie sich am meisten von der Schülerschaft?
Herr Grothe: Ich finde es gut, wenn sie sich untereinander und auch jetzt so den Lehrkräften gegenüber einfach irgendwie nicht als Gegner sehen. Ich finde es schön, wenn wir hier alle einigermaßen entspannt miteinander umgehen. Man hat natürlich nicht jeden gleich lieb, aber man kann ja trotzdem so entspannt und nett aufeinander zugehen, ich finde das macht hier die Schule aber auch aus.
Schülerzeitung: Wenn Sie uns eine Sache fürs Leben mitgeben müssten – welche wäre das?
Noten sind nicht alles! Steht für euch selber ein, steht für andere ein. (Frau Peselmann)
Überlegt nicht so viel, wie andere über euch denken! Nicht so viel darauf geben, was andere von euch denken. Nicht so viel vergleichen mit anderen! (Herr Grothe)
Und mit diesen Zitaten ist dieser Lehrer-Check auch beendet. Wir hoffen, ihr fandet es spannend und habt einen kleinen Einblick in die Welt von Herrn Grothe und Frau Peselmann gekriegt.
Von Leonie und Sophie 🫶🏻💫






