Wir gehen jeden Tag in unsere Schule und kennen die meisten Räume ziemlich gut. Aber es gibt auch Bereiche, die wir als Schüler normalerweise gar nicht zu sehen bekommen. Deshalb haben wir uns zusammen mit unserem Hausmeister das Archiv und den Turm unserer Schule angeschaut.
Oben angekommen, gab es einiges zu entdecken. Der Dachboden sieht ganz anders aus als die Räume, in denen wir sonst Unterricht haben. Dort sieht man viele alte Holzbalken, die zum Dach gehören. Auch die Wände und Decken sehen an manchen Stellen schon ziemlich kaputt aus. Einige Decken bestehen noch aus Stroh und Lehm. Das ist heute eher ungewöhnlich und zeigt, wie früher gebaut wurde.Außerdem haben wir alte Beschriftungen entdeckt. Diese sahen anders aus als die Beschriftungen, die wir heute kennen. Daran merkt man, dass sich in der Schule über die Jahre einiges verändert hat. Es ist schon interessant, sich vorzustellen, wie es dort früher ausgesehen hat und wofür die einzelnen Bereiche genutzt wurden.
Eine weitere Besonderheit ist ein alter Fahnenmast, der sich dort noch befindet. Mit ihm konnte man früher eine Fahne aus einem Fenster heraus hängen lassen. Auch solche Dinge sind etwas, das man im normalen Schulalltag wahrscheinlich gar nicht bemerkt.
Im Archiv angekommen gab es dort auch mehrere Tafeln aus dem Jahre 1916, z.B. Kriegsschiff und Kriegsflagge (s. Bild unten links):
Die achteckige Tafel zeigt ein maritimes Motiv aus dem Seekrieg: Auf angedeuteten Wellen fährt ein Kriegsschiff. Darüber weht eine Flagge am Mast. Wasser, Schiff und Flagge sind komplett aus Nagelfeldern zusammengesetzt und mit einem Rand aus großen Ziernägeln gerahmt.
Solche Holztafeln nennt man Nagelbilder. Zwischen 1914 und 1918 spendeten Bürgerinnen und Bürger Geld für die Kriegsfürsorge (z. B. für Witwen und Waisen) und durften dafür symbolisch einen Nagel in das Holz schlagen, bis das Bild vollendet war.
Beim Rundgang konnten wir uns alles genauer anschauen und auch einige Fotos machen. So konnten wir die besonderen Eindrücke festhalten und zeigen, wie es in diesen Bereichen unserer Schule aussieht.
Der Besuch war eine gute Gelegenheit, unsere Schule einmal von einer anderen Seite kennenzulernen. Schließlich läuft man jeden Tag durch die Flure und Klassenzimmer, ohne zu wissen, was sich in den anderen Teilen des Gebäudes befindet. Gerade die alten Bereiche zeigen, dass unsere Schule eine Geschichte hat und sich mit der Zeit verändert hat.
Außerdem waren wir auch auf dem Turm unserer Schule. Dieser ist ungefähr 30 Meter hoch. Uns wurde gesagt, dass die Feuerwehr mit ihrer Drehleiter bis nach oben kommen kann.
Es war auf jeden Fall interessant, mal zu sehen, wie es oben in unserer Schule aussieht. Viele von uns wissen wahrscheinlich gar nicht, was sich dort alles befindet. Deshalb war es schön, dass wir uns das zusammen mit unserem Hausmeister anschauen konnten.
Sophie & Leonie 💗
Quellen:
Unser Hausmeister 😁
Knowunity:
Deutsches Historisches Museum, „Kriegsnagelungen“ – zur Entstehung und Bedeutung der Nagelbilder im Ersten Weltkrieg.
Österreichisches Staatsarchiv, „Kriegsnagelungen im Ersten Weltkrieg“ – Beispiele und Hintergrund zur Spendenaktion.


